Pressemitteilung

Die Ü-40-Gruppe in Aktion:

  • Nr. AEK-25002/2025
  • 17.04.2025
  • 1513 Zeichen
  • Martin Roth

Seit Mitte der Neunzigerjahre verlegen der Künstler Gunter Demnig und Delegierte in Europas Straßen kleine Gedenktafeln aus Messing, sogenannte Stolpersteine. Jeder Stein erinnert an einen Menschen, den das nationalsozialistische Regime verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben hat. Mit mehr als 100.000 Stolpersteinen in 27 Ländern wurde das größte dezentrale Mahnmal der Welt geschaffen. In Essen wurden mittlerweile über 400 Stolpersteine verlegt; in Nordrhein-Westfalen sind es rund 17.000.
Über die Geschichte der Ermordeten informierte sich die Gruppe anhand der WDR-App „Stolpersteine NRW“ .

Die Ü40-Gruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Altenessen-Karnap war am Sonntag, dem 13.04.2025 unterwegs und hat 38 „Stolpersteine“ geputzt – eine Aktion, die zur Karwoche passte und sehr nachdenklich gestimmt hat.  Wir haben an der Altenessener Str. begonnen und sind dann in Richtung Stadtmitte weitergezogen. Während der Aktion kam es unter den Teilnehmenden der Ü-40-Gruppe zu Gesprächen. „Es war erschütternd, die Geschichten der Menschen zu hören, die während der NS-Zeit ermordet wurden“. Am Porscheplatz waren mehrere Stolpersteine zu finden, mit denen an eine Familie erinnert wurde, die von den Nazis ermordet wurde, das jüngste Kind war zum Zeitpunkt der Ermordung noch kein Jahr alt.

Durch das Reinigen der Stolpersteine sind diese nun wieder deutlicher erkennbar. Sie fallen hoffentlich Vorübergehenden nun wieder mehr auf.